Die Junge Union fordert eine Reform für die Modernisierung des Bildungssystems.

Eine Diskussion über Tablets in der Schule verfehlt das eigentliche Problem in der Ausbildung der Schüler, nämlich den Reformstau an den Schulen. Gleichwohl das Berufsbild des Lehrers aus mehr als Frontalunterricht, Korrekturen und Erziehung bestehen muss, sind zunächst über 15.000 unbesetzte Lehrstellen zu füllen.
Die aktuelle Debatte um die Digitalisierung der Schulen muss ausgeweitet werden und Ausbildung der Lehrer und Ausstattung der Schule insgesamt erfassen. Tablets an Schulen können bloß den Anfang einer umfassenden Reform darstellen.
Wo ein Investitionsdefizit von 44,2 Mrd. Euro vorliegt sind fehlende Tablets und das dafür benötigte WLAN, nicht die drängendsten Probleme. Um dem Niveau eines europäischen Spitzenlandes zu entsprechen ist es erforderlich, dass Reformen nicht nur an der Oberfläche kratzen.
Im Sommer brütend heiße- und im Winter bitter kalte Klassenzimmer und ein Fachkräftemangel, der durch immer mehr Langzeitatteste verstärkt wird, sind prekäre Bedingungen, welchen wir als Schüler ausgesetzt sind. Es sind Reformen notwendig, die wieder Freude am Lernen zulassen und die Grundsteine dafür legen, dass Schüler sich künftig auch in der Berufswelt zurecht –und wieder finden.
Wenn dann aber schon über die, zugegeben dringend notwendige, Digitalisierung im Unterricht gesprochen wird, dann wird diese nicht allein durch Tablets erreicht. Vor allem aber muss die für die Nutzung dieser Endgeräte, erforderliche Infrastruktur stehen. Dazu gehört WLAN, Steckdosen an jedem Tisch und Smartboards in jedem Raum.
Die Mittel dafür hat der Bund bereitgestellt. Jetzt gilt es, dass diese Fördergelder von den Schulträgern auch abgerufen werden und schnellst möglichst in den Klassenzimmern für Verbesserungen sorgen. Dabei gilt es die Lehrer gerade auch in der aktuellen Situation schnellst möglichst zu entlasten. Digitaler Unterricht muss für alle Beteiligten unkompliziert zu bewältigen sein.

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