Junge Union warnt vor Auswirkungen durch ACTA

Das Anti-Counterfeit Trade Agreement (ACTA) ist so wenig bekannt wie sein Findungsprozess und die unabsehbaren Folgen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter starkem Einfluss der großen Lobbygruppen der Rechtevermarkter wird der völkerrechtliche Vertrag durch die Vertragspartner, darunter die EU und die USA, bereits seit 2006 hinter verschlossenen Türen ausgehandelt. Es sollen Copyrights, Marken und Ideen vor Fälschern geschützt werden doch sollen Datenschutz und Freiheiten eingeschränkt werden. „Sicherlich muss es ein Anliegen auch der Politik sein, Urheberrechte zu stärken, im Rahmen von ACTA fehlt es aber eindeutig am Ausgleich mit den Interessen der Internetnutzer. Die Informationsverschaffung und Meinungsbildung der Bürger durch das Internet muss ohne Eingrenzungen gewährleistet sein können.  Zudem haben die Inhaber innerhalb der letzten zehn Jahre in Deutschland eine eindeutige Verbesserung ihrer Rechtspositionen erlangt“, stellt JU-Vorsitzender Philipp Dördelmann fest.

Ziel der Geheimhaltung  ist anscheinend, eine Grundlage für die europäische Gesetzgebung zu schaffen, die bei der demokratischen und offenen Meinungsfindung wahrscheinlich nicht zustande gekommen wäre. Nur so ist es zu erklären, dass das europäische Parlament nicht involviert wurde. Es ist nur ungewollt veröffentlichten Entwürfen zu verdanken, dass die extremsten Eingriffe in den Datenschutz auf Druck bereits gestrichen wurden. Doch auch in der aktuellen Form, die für die deutsche Copyright-Gesetzgebung zwar keine gravierenden Änderungen bedeuten würden, stellt der Vertrag eine weitere Festigung des Einflusses von Industrie auf die Politik dar. „Das Copyright muss insoweit reformiert werden, weil es nicht mehr nur noch um Cassetten, Schallplatten und Radio geht. ACTA zielt darauf ab allein den status quo und damit die überholten Vermarktungsmodelle der Rechtevermarkter zu schützen. Das Internet hat in vielen Bereichen gezeigt wie es besser geht. Das kann man nicht ignorieren. Die US-Bürger haben SOPA und PIPA (ähnliche nationale Gesetze in den USA) durch massive öffentliche Proteste gekippt. Warum sollen wir das nicht auch schaffen können?“, erläutert Christian Föllmann, Internetbeauftragter der Jungen Union Castrop-Rauxel. Weiter warnt er auch, dass der Datenschutz, der in der EU als hohes Gut angesehen und besonders geschützt wird, eine eindeutige Schwächung erhalten würde , weil nach ACTA der besondere Schutz der eigenen Privatsphäre durch den Nutzer möglicherweise nicht mehr gänzlich gewährleistet  wäre.

Aus diesem Grunde warnt die Junge Union ausdrücklich vor den Folgen von ACTA. Solche gravierenden Entscheidungen müssen im öffentlichen Fokus diskutiert werden und dürfen nicht in Hinterzimmern durch Lobbyarbeit diktiert werden.

Junge Union setzt Zeichen gegen Extremismus und Radikalismus

Die Morde und Bombenattentate des so genannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) auf ausländische Mitbürger haben die Junge Union tief schockiert. Aus diesem Grund veranstaltet die Junge Union einen bundesweiten Aktionstag gegen extremistische Gewalt am 3. Dezember, um Flagge zu zeigen gegen verfassungsfeindliche Gesinnung, Gewalt und Hass. “Wir dürfen nicht zulassen, dass rechte oder linke Gewalt einen Platz in unser Gesellschaft findet. Wir wollen mit unser Aktion ein klares Zeichen gegen Extremismus setzen und über dessen Gefahren aufklären.”, erklärt JU-Vorsitzender Philipp Dördelmann.

Im Rahmen des JU-Aktionstages veranstaltet die JU Castrop-Rauxel ab 11 Uhr einen Gedenktag in der CDU Geschäftsstelle an der Wittener Straße 21. Im Schaufenster können die Besucher eine Gedenkkerze für alle Opfer extremistischer Gewalt aufstellen. Außerdem zeigt die JU ab 12 Uhr allen Interessierten einen Film zum Thema Rechtsextremismus. “Als Abrundung der Veranstaltung freuen wir uns nach dem Film auf eine offene Diskussionsrunde mit allen Besuchern. Die Bürgerinnen und Bürger können ihren Einkaufsbesuch in der Altstadt auch dazu nutzen, zwischendurch bei uns vorbeizuschauen und einfach eine Gedenkkerze anzuzünden. Wir stellen etliche Kerzen bereit und freuen uns über Besucher”, so Philipp Dördelmann.

Mit der Aktion tritt die Junge Union für die Ächtung extremistischer Gewalt und Hass in Deutschland ein. Gerade jetzt ist es wichtig für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten. Politischer Radikalismus ist ein Angriff auf unsere freiheitlichen Werte und unsere Demokratie und muss konsequent verfolgt und gesellschaftlich geächtet werden!

Politischer Infoabend der Jungen Union

Am Freitag den 2. September lädt die Junge Union alle interessierten jungen Leute zu einem politischem Infoabend in die CDU Geschäftsstelle an der Wittener Straße 21 ein. Von 20:00 – 21:30 erwarten Mitglieder des Vorstandes parallel zum Nightshopping in der Altstadt viele interessierte junge Bürger. In Diskussionen und kleinen Fragerunden soll es vor allem um kommunalpolitische Themen gehen. “Wir wollen uns mit den jungen Leuten gerade über Themen aus unserer Stadt unterhalten. In letzter Zeit sind so viele Themen für junge Leute aktuell, dass mit Sicherheit genug Redebedarf besteht, wie zum Beispiel die Erhöhung der Parkgebühren oder aber auch die Auswirkungen des Wandels der Energiepolitik auf die Stadt und die Diskussion über die Gründung von Stadtwerken. Das sind Themen, die jeden in Castrop-Rauxel betreffen und kritisch betrachtet werden sollten”, erklärt JU-Vorsitzender Philipp Dördelmann.

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Vielen Dank für den Besuch auf unseren Seiten und viel Spaß beim Surfen!

[Philipp Dördelmann]
JU-Stadtverbandsvorsitzender